Sahaja Yoga und Wellness

Kann ich fliegen?Wäre es nicht wunderbar, wie ein kleines Kind spontan und glücklich, ohne Stress und Angst zu leben? Kinder sind auf natürliche Weise ausgeglichen und leben als stressfreie Wesen in der Gegenwart.

Je älter wir werden, umso weiter lassen wir diesen paradiesischen Zustand kindlicher Unbeschwertheit und Fröhlichkeit hinter uns und verlernen, im gegenwärtigen Moment zu leben. Im Gegenteil, unser Erwachsenenleben ist oft vor allem durch eines gekennzeichnet: Stress. Stress ist die Zeitkrankheit, unter der viele von uns leiden. Stress gilt als Mitursache für viele Krankheiten,vor allem auch chronische Beschwerden und psychosomatische Erkrankungen, für die die Schulmedizin wenig Hilfe anzubieten hat. Entspannungs- und Meditationstechniken sollen hier helfen, die verlorene innere Ruhe und psychisches Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Sahaja Yoga ist eine dieser Methoden, die seit bereits 25 Jahren in Deutschland gelehrt und praktiziert wird. Das besondere ist, dass Meditationsabende und Kurse kostenlos angeboten werden, da man, wie es die Begründerin Shri Mataji Nirmala Devi lehrt, für wahre Spiritualität nicht bezahlen kann. Wie aber funktioniert Sahaja Yoga und was unterscheidet es von anderen Techniken? Sahaja Yoga versteht sich als Meditationspraxis, die mit Hilfe der Erweckung einer in jedem Menschen vorhandenen inneren Energie, es ermöglicht, ohne Anstrengung tiefe Zustände der Meditation zu erreichen. Untersuchungen der Gehirnströme mit Hilfe von EEG zeigten zu Beginn der Sahaja Yoga-Meditation eine intensive Alpha-wellen-Aktivität. Diese Art Gehirnwellen werden mit einem Zustand der Entspannung gleichgesetzt und stehen für einen positiven und förderlichen Zustand, der auch bei verschiedenen anderen Meditationsformen beobachtet wurde. Beachtlich ist jedoch, dass bei Erreichen des sogenannten „gedankenfreien Bewusstseins“ durch die Sahaja Yoga-Meditation es zu einer markanten Zunahme der Thetawellen tief im limbischen System kam, die bislang nur bei japanischen Zen-Mönchen vergleichbar gemessen wurde.

Das gedankenfreie Bewusstsein ist ein Zustand, in dem man den permanenten Gedankenfluss hinter sich lässt und in eine wohltuende Stille in der absoluten Gegenwart eintritt. In diesem Zustand, der mit tiefer Entspannung einhergeht, werden Selbstheilungsvorgänge verstärkt. Stress wird durch die Gedankenflut ausgelöst, die uns permanent mit Projektionen in die Vergangenheit oder in die Zukunft belastet, während es uns fast unmöglich geworden ist, wie Kinder einfach den gegenwärtigen Augenblick zu genießen. Dabei sollten wir die Vergangenheit hinter uns gelassen haben und zukünftige Ereignisse erst abwarten, denn wir Menschen existieren in der Gegenwart. Erkennen wir, dass Stress und Lebensängste durch Gedanken entstehen, welche ein Produkt der Beschäftigung mit Vergangenheit oder Zukunft sind, wird auch die Lösung klar: Indem wir auf den gegenwärtigen Moment fokussieren und die eigene Aufmerksamkeit zu steuern lernen, fallen die Probleme von uns ab.

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Artikel in der österreichischen Zeitschrift „Südwind“

4638570334_0b672d02bfLiebe Südwind-Redaktion!

Meine Frau, eine Inderin aus Delhi, und ich werden in den nächsten Monaten nach Österreich ziehen – und das chaotische Mumbai verlassen. Sie fühlt sich verunsichert, was sie erwarten wird.

Täglich seit zwanzig Jahren praktiziert sie Sahaja Yoga, eine Meditationsart, die auf der spontanen Erweckung der Kundalini basiert, der schlafenden Urenergie, die im Kreuzbein ruht. Sahaja Yoga wurde vor 40 Jahren, am 5. Mai 1970, von Shri Mataji Nirmala Devi, zweifach für den Friedensnobelpreis nominiert, begründet und wird heute in mehr als 100 Ländern praktiziert.

Da sie in einer christlichen Familie in Zentralindien aufgewachsen ist, wurde der Begründerin oft fälschlich vorgeworfen, Hindus zum Christentum bekehren zu wollen. Sahaja Yoga ist aber weder reiner Hinduismus noch reines Christentum, sondern eine Integration aller Weltreligionen. Meine Frau sagt, dass sie psychisch, emotional und gesundheitlich von dieser Meditationstechnik ungemein profitiert hat und jeder, der sie kennt, schätzt sie als freundliche, bescheidene und liebenswerte Person.

weiterlesen auf „suedwind-magazin.at“

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Wie wird man sein eigener Guru?

meditatingIn Sahaja Yoga ist die eigene Meisterschaft u.a. eng verknüpft mit der wachsenden Fähigkeit die eigenen Vibrationen und die von anderen Menschen, Dingen oder Situationen zu spüren. Vibrationen sind der feinstoffliche Ausdruck für (göttliche) Liebe – spürbar als angenehm kühler Hauch über den Handinnenflächen. Wird die Kundalini erweckt, schenkt sie uns diesen sechsten Sinn der Wahrnehmung. Wir können den Zustand unseres subtilen Systems auf unseren Händen und an unserem Körper wahrnehmen. Dadurch können wir uns selbst diagnostizieren, d.h. herausfinden, wo es Blockaden in unserem subtilen Körper gibt und diese durch ganz leichte Techniken auflösen. Es wird empfohlen, sich zusätzlich zur täglichen Meditation regelmäßig so zu reinigen – dann kann sich das Selbst am besten entfalten. Sahaja Yoga bedeutet aber nicht nur Meditation und Reinigung. Introspektion ist auch ein wichtiger Aspekt. Nach und nach decken wir destruktive Konditionierungen in unserem alltäglichen Leben auf. Diese gilt es zu verändern – nicht nur allein durch Meditation und innere Reinigung, sondern auch durch ganz konkrete Schritte. Der Weg zur Vervollkommnung ist vielschichtig. Wichtig ist auch, nach und nach ein Verständnis zu erwerben für die Qualitäten, die in den Chakras innewohnen. Dieses Verständnis entsteht durch ein Zusammenspiel von Intellekt, Intuition und Erfahrung. Man kann sich Sahaja Yoga-Wissen nicht einfach anlesen.
Die Qualitäten der Chakras sind teilweise eng miteinander verknüpft. Lange habe ich folgendes missverstanden. Im Bestreben, mein eigener Meister zu werden, habe ich mich zwanghaft versucht zu disziplinieren. Doch solange man versucht, sich zu disziplinieren, ist das eine Aktion aus dem rechten Kanal. Sicher, ein gewisses Maß an Disziplin ist im Alltag notwendig und der Weg in die Mitte führt auch immer über den rechten Kanal, dennoch ist das nicht das eigentliche Ziel. Leicht begeht man zudem den Fehler, zu versuchen, sich selbst und den Alltag mit seinen Anforderungen zu beherrschen. Spätestens, wenn man dies auf andere Menschen ausweitet, ist es an der Zeit, zuzugeben, dass man von der eigenen Meisterschaft weit entfernt ist. Die eigene Meisterschaft heißt nämlich so, weil sie sich tatsächlich nur auf einen selbst (und maximal das eigene Haustier) bezieht. Andere Menschen sind im Idealfall auch ihr eigener Meister. Diese Autonomiegrenzen sind die sogenannten Maryadas (universeller Kodex des guten Verhaltens). Beim Nichtbeachten und Überkreuzen dieser Grenzen resultieren mannigfaltige Probleme. Quintessenz: Es genügt nicht, den inneren Schweinehund zu überwinden, um sein eigener Meister zu sein. Entfaltet sich mit regelmäßiger Praxis von Sahaja Yoga das sogenannte Guru-Tattwa, verblassen innerer Schweinehund und Disziplinator zusehends. Mühelos und spontan wird man zu den Dingen oder Verhaltensweisen greifen, die dem Selbst zuträglich sind. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass Menschen nach kurzer Praxis von Sahaja Yoga völlig ohne Anstrengung von destruktiven Gewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum abließen.
Überzeugen Sie sich selbst!
Annika

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Revival des Handwerks

kaa_berlin_nina_0Immer wieder hat uns Shri Mataji ermahnt, die Handwerkskunst wertzuschätzen. Mehrmals hat sie betont, es sei besser einige wenige kunstvolle Gegenstände zu besitzen, anstatt vieles aus Plastik. Kunsthandwerk ist individuell und trägt Vibrationen.

Nachfolgend ein Auszug aus einer Rede am 30.12.1992 in Kalwe (Indien) zum Thema Zusammenarbeit von Industrie und Kunsthandwerk.

„Die Industrie muss mit dem Handwerk Hand in Hand arbeiten, und die Industriellen müssen sich der Künstler annehmen, denn wer sollte sich sonst um sie kümmern? Und die Kunst ist doch eine so beruhigende Sache für die hart arbeitenden Menschen. Wenn sie den ganzen Tag über arbeiten, dann ist eine gewisse Art von Musik, die Kunst, die sie tröstet, und ihnen Frieden verleiht, sie entspannt und Ausgleich verschafft. Ich meine, daß jede Industrie auch künstlerische Projekte aufnehmen oder auch ihren Ausschuß weiter nutzen sollte. Ich sagte dies Rajesh schon öfters, dass er versuchen sollte, aus den Stahlabfällen künstlerische Dinge produzieren zu lassen. Das wäre eine gute Idee, sie haben es auch schon einige Male versucht. Aber man sollte nicht auf die Industrie herabschauen, so wie dies in unserem Land (Anmerkung der Übersetzer: gemeint ist Indien) der Fall ist, so, als ob die Industriellen nur die größten Diebe, und die Politiker nur Heilige wären.. Sie sollten mit Respekt behandelt werden, und man sollte verstehen, daß sie auch sehr wichtig sind. Wenn die Industriellen zur Erleuchtung kommen, können sie eine Menge tun, nicht nur für ihr eigenes Land, sondern auch für die Menschen, für die sie verantwortlich sind.“

Langsam zeigt sich auch bei uns ein leiser Trend zum Kunsthandwerk. Gestern entdeckte ich auf einem Weihnachtsmarkt den Stand von „kaa“ – eine Manufaktur von Taschen und trendigen Accessoires mit Sitz in Berlin. Auf der Homepage findet ihr auch einen Online-Shop. Eine gute Idee für ein Weihnachtsgeschenk 😉

Reference

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Asthma Treatment Through Sahaja Yoga Meditation

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